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Der Bananenbieger
und andere Geschichten

Arnsberger Kinderlesebuch



Hier finden Sie eine Leseprobe aus der Geschichte "Der Bananenbieger" von Daniel Schnock :

Es war Sommer als wir in Panama waren. Es war heiß und schwül dort, aber das machte uns gar nichts, denn in Deutschland war der Sommer wieder einmal mehr als kühl gewesen. Also hatten wir kurz entschlossen einfach unsere sieben Sachen zusammen gepackt, waren in ein Flugzeug gestiegen und nach Panama geflogen. Schon als wir aus dem Flugzeug gestiegen waren, hatte die Sonne gelacht. Und die lachte immer. Den ganzen Tag, außer natürlich in der Nacht, denn irgendwann einmal muss die Sonne auch schlafen gehen.

Und nun standen wir also mitten in Panama, wie schon gesagt im Sommer, irgendwo im undurchdringlichen Dschungel und schauten uns um. Wir hatten wohl die Orientierung verloren, auch wenn mein Vater das einfach nicht zugeben wollte.

"Nein, wir haben uns nicht verlaufen! Da bin ich mir sicher", sagte er und schaute wieder auf sein Navigationssystem. Er schaute immer auf dieses kleine Teil, das von einem Satellit mit Informationen versorgt wurde. Vielleicht wusste der Satellit auch nicht, wo wir gerade waren. "Kommt, wir gehen einfach noch ein Stück geradeaus. Da hinten scheint ein Berg zu sein. Wir klettern einfach hoch und schauen uns um, dann sehen wir auch, wohin wir müssen", meinte meine Mutter und rückte den großen Rucksack auf ihrem Rücken zurecht. Meine Schwester stöhnte. Sie war von Anfang an gegen unseren Ausflug in den dichten und feuchten Dschungel von Panama gewesen. Ich konnte sie nicht verstehen, die Idee war doch einfach toll. Wir konnten Affen, Papageien und jede Menge ungewöhnliche Pflanzen bestaunen. Es war alles so abenteuerlich. Um uns herum raschelte, knackte, piepte und fiepte es. Ab und an konnte man auch Affen hören, die sich unterhielten. Nur leider verstanden wir ihre Sprache nicht.

Vater stapfte los, in die Richtung, in die Mutter mit ihrem, von Mücken und Moskitos zerstochenen Arm, zeigte. Wir marschierten los. Es war schwierig sich einen Weg durch all die Pflanzen zu bahnen, Ich hatte extra ein Buschmesser dabei, damit wir die hartnäckigsten Pflanzen einfach absäbeln konnten. Es dauert fast eine Stunde, bis wir zu dem Hügel gelangten, den Mutter gemeint hatte. Fast wie der Buckel eines schlafenden Affen

Preis 6,- Euro.

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