Menu:

 

Die Literarische Gesellschaft in Arnsberg 1791 - 1985

von Dr. Ernst Rehermann (Textstand 1985)
Bei der Suche nach Akten über frühe Gründungen von Vereinen und Gesellschaften in Arnsberg stößt man im Staatsarchiv Münster auf eine nur 10 Folioblätter umfassende Akte (Signatur: Herzogtum Westfalen, Landesarchiv VII, Nr. 5), in der dem damaligen Kölner Kurfürsten und Erzbischof Max Franz von Österreich, einem Sohn der Kaiserin Maria Theresia, die Gründung einer literarischen Gesellschaft zu Arnsberg angezeigt wird. Dieses Ereignis hat der damals amtierende Landdrost Clemens Freiherr von Weichs seinem Landesherrn in einem Anschreiben vom 4. März 1791 mitgeteilt, nachdem er zum ersten Präsidenten dieser neugegründeten Gesellschaft gewählt worden war. Diesem Schreiben des Landdrosten ist eine Bittschrift an den Kurfürsten und Erzbischof von Köln beigefügt, die der Hofrat Engelbert Arndts als Syndicus der literarischen Gesellschaft verfaßt hatte. Als Anlagen sind dann noch diesen beiden Schreiben l. eine Liste mit den "Namen der Mitglieder" und 2. die "Gesetze der literarischen Gesellschaft, errichtet zu Arnsberg, den 2ten Januar 1791" hinzugefügt. Im folgenden soll nun sowohl auf die beiden Briefe als auch auf die beiden Anlagen noch ein wenig näher eingegangen werden. Weiterlesen....


Die Geschichte der Literarischen Gesellschaft Arnsberg 1995 - 2007

von Dr. Jürgen Richter (Textstand 2007)
Im Oktober 1995 rief ich Hubert Hölscher an, weil ich es für beschämend hielt, dass in der Stadt, in der 30 Jahre lang Autoren aus aller Welt zum Kurzgeschichten-Kolloquium zusammengekommen waren, um untereinander und mit Bürgern und Schülern über ihre Texte zu diskutieren, die Literatur keinen Platz mehr haben sollte. Anfang Oktober trafen wir uns, um uns über die Ziele einer literarischen Gesellschaft in Arnsberg zu einigen. Gespräche über Bücher und ein Literaturcafé wurden vorgesehen, die Förderung der Jugend als Ziel benannt. Ende Oktober kamen Dr. Helmuth und Patricia Abeler, Ursula Homann, Heike Wiegand-Baumeister dazu. Im Januar 1996 stellte sich die Gesellschaft unter dem Titel LGA (Literarische Gesellschaft Arnsberg) als Vereinigung von Freunden der Literatur offiziell der Presse vor, wobei Hubert Hölscher bemerken konnte, dass es bereits zu Preußens Zeiten in Arnsberg eine Literarische Gesellschaft gegeben habe, die allerdings ihr erstes Jahr nicht überlebt hatte.

Die Literarische Gesellschaft ist mit knapp siebzig Mitgliedern zwar klein, aber äußerst vital.
Weiterlesen....